Das landesweite Radverkehrsnetz NRW

Die Förderung des Radverkehrs hat in Nordrhein-Westfalen eine lange Tradition. In den letzten vier Jahrzehnten wurden rund 1,85 Mrd. Euro allein für den Bau von 9.750 km Radwegen bereitgestellt. Damit und mit einer Vielzahl weiterer Maßnahmen ist es gelungen, den Radverkehrsanteil kontinuierlich zu erhöhen. NRW ist das Fahrradland Nr. 1 in Deutschland.
Mit der Realisierung eines landesweiten Radverkehrsnetzes erfolgte ein weiterer bedeutender Schritt zur Förderung des Fahrradverkehrs in NRW. Für das gesamte Land wurde ein flächendeckendes System von fahrradfreundlichen Achsen mit einem einheitlichen Wegweisungssystem ausgestattet.
Das Radverkehrsnetz NRW verbindet alle Städte und Gemeinden des Landes mit einer einheitlichen Wegweisung für den Radverkehr. Die Zentren der Kommunen sowie die Bahnhöfe werden auf möglichst kurzen und direkten Wegen miteinander verknüpft. Es handelt sich um ein Netz, das primär dem täglichen Bedarf dient, z.B. für Fahrten zur Arbeit oder zum Einkauf. Zusätzlich berücksichtigt es die Belange des Freitzeitradfahrens, indem dieses Netz um hochwertige und überregionale touristische Routen ergänzt wird.
Das landesweite Radverkehrsnetz weist eine Gesamtlänge von ca. 16.000 km auf. Das System umfasst rund 96.000 Schilder. Das landesweite Radverkehrsnetz bildet das Rückgrat der Radwegweisung in NRW. Durch die kontinuierlichen Fortschreitungen und Verdichtungen durch kommunale Netze oder die Ausweisung von Themenrouten in gleicher Systematik wurde aus dem landesweiten Radverkehrsnetz das "Radnetz-NRW" mit einer Gesamtlänge von ca. 29.000 km (Stand 2017).
Der Internetauftritt des Radverkehrsnetzes richtet sich zunächst an Fachleute des Verkehrswesens. Zur Planung von Radtouren sollte der Radroutenplaner NRW verwendet werden (www.radroutenplaner.nw.de), der auf die dieselben Radnetzdaten zugreift.