Warum ein landesweites Radverkehrsnetz ?

Die Förderung des Radverkehrs hat in Nordrhein-Westfalen eine lange Tradition. In den letzten drei Jahrzehnten wurden rund 1,7 Mrd. Euro allein für den Bau von 9.060 km Radwegen bereitgestellt. Damit und mit einer Vielzahl weiterer Maßnahmen ist es gelungen, den Radverkehrsanteil kontinuierlich zu erhöhen. NRW ist das Fahrradland Nr. 1 in Deutschland.

Mit der Realisierung eines landesweiten Radverkehrsnetzes erfolgte ein weiterer bedeutender Schritt zur Förderung des Fahrradverkehrs in NRW. Für das gesamte Land wurde ein flächendeckendes System von fahrradfreundlichen Achsen mit einem einheitlichen Wegweisungssystem ausgestattet.

Das Radverkehrsnetz NRW verbindet alle Städte und Gemeinden des Landes mit einer einheitlichen Wegweisung für den Radverkehr. Die Zentren der Kommunen sowie die Bahnhöfe werden auf möglichst kurzen und direkten Wegen miteinander verknüpft. Es handelt sich um ein Netz, das primär dem täglichen Bedarf dient, z.B. für Fahrten zur Arbeit oder zum Einkauf. Zusätzlich berücksichtigt es die Belange des Freitzeitradfahrens, indem dieses Netz um hochwertige und überregionale touristische Routen ergänzt wird.

Das landesweite Radverkehrsnetz weist eine Gesamtlänge von ca. 14.250 km auf. Das System umfasst rund 73.000 Schilder. Das landesweite Radverkehrsnetz bildet das Rückgrat der Radwegweisung in NRW. Lokale und regionale Ergänzungen und Verdichtungen durch die Städte und Gemeinden werden in Zukunft mit Unterstützung des Landes im einheitlichen System erfolgen.

Das landesweite Radverkehrsnetz ist die Grundlage für weitere Aktivitäten des Verkehrsministerium in NRW. Seit Sommer 2003 wird ein Radroutenplaner im Internet angeboten, mit dem man sich durch Eingabe von Start-, Ziel- und Zwischenpunkten eigene Touren unter verschiedenen Gesichtspunkten zusammenstellen kann. Hierzu gehören beispielsweise touristische Aspekte wie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Land, die topografischen Verhältnisse (durch automatische Erstellung eines Höhenprofils der berechneten Route), Rast- und Übernachtungsmöglichkeiten (Stichwort "Bett&Bike") oder An- und Abreisemöglichkeiten mit der Bahn (Kennzeichnung der Bahnhöfe und Kopplung mit dem Fahrplanauskunftssystem).